Mein Leben und ich

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     Paderborner Squash Club
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Von Sport, Viren und Süchten

Endlich hab ich richtig angefangen zu squashen!!! Nach einigem Überreden hatte ich meinen Bruder, der das Ganze schon ein wenig länger macht und verdammt gut kann, soweit, dass er mir einige Trainingseinheiten verpasst hat. Verpasst ist dabei genau das richtige Wort. Ich hab jetzt so ziemlich jeden Tag trainiert und dabei zwei Tage Training von meinem Bruder bekommen. Am Ende des Tages konnte ich mich nichtmal mehr bewegen... Zwar hat sich meine Spieltechnik deutlich verbessert und das Ganze macht auch mehr Spaß, aber ich kann weder sitzen, noch stehen oder liegen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich überall Muskelkater hab.

Squashen an sich ist eigentlich eine bekloppte Sache. Da stehen zwei Menschen in einem viel zu kleinen Raum und hauen einen kleinen Gummiball gegen die vier Wände. Dabei gibt es bei beiden Spielern meist vor Anstrengung rote Köpfe und hässliche Schweißflecken auf dem T-Shirt. Hinfallen darf man gar nicht, da dabei der ganze Boden vor Schweiß ganz rutschig wird. Warum also macht man so einen Mist? Diese Frage hab ich mir die ganzen Jahre, die meine Familie schon von diesem Wahn befallen ist, immer und immer wieder gestellt. Ich konnte es nicht verstehen, was an dieser Sportart so toll sein soll. So richtig verstehen tu ich es immernoch nicht, aber es macht definitiv süchtig. Warscheinlich ist es der Wunsch nach Schmerzen, denn Schmerzen hat man, zumindest am Anfang. Aber es ist auch ein Sport, bei dem man über seine Grenzen hinausgeht. Immer wenn man denkt, man kann nicht mehr, packt einen der Ehrgeiz diese kleine, komische Gummikugel nochmal so richtig zu verdreschen und diesen verdammten Ball irgendwie zu kriegen, bevor er auf die Erde kommt.

Fakt ist: Dieser Squashvirus hat mich auch vollends gepackt und ermuntert mich zu täglichem Training und der Bereitschaft meine heißgeliebte, wenn auch nicht gerade Fast-Food, aber auch nicht gerade gesunde Ernährung umzustellen und mich vollkommen diesem Sport hinzugeben und es allen zu zeigen, dass man auch mit fast 19 Jahren noch nicht zu alt ist, um anzufangen und trotzdem weit zu kommen. Deshalb werd ich auch mal fleißig weiterlernen, damit ichmorgen genug Zeit habe zu trainieren.

Liebe Grüße 

13.11.06 18:27
 


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